Rückenmuskulatur stärken: Allgemeines und Hinweise

Unter Schmerzen im Rücken haben viele Menschen schon einmal gelitten. Betroffen sind alle Altersgruppen. Bei den Krankenstatistiken stehen diese mittlerweile an der Spitze. Fazit: Sie sind schon fast eine Volkskrankheit.

Der Aufbau des Stütz- und Bewegungsapparates des Menschen wird bereits in der Schule, im Biologieunterricht, erläutert. Bestehend aus sieben Halswirbeln, zwölf Brustwirbeln, fünf Lendenwirbeln, fünf Kreuzbeinwirbeln und fünf Steißbeinwirbeln, die von Bändern und Muskeln stabilisiert werden, sorgt die Wirbelsäule täglich dafür, dass der Mensch sich bewegen kann. Einseitige Beanspruchung, dauerhafte Belastungen, Stress oder seelische Anspannung sorgen dafür, dass sie Schmerzen bereiten kann.

Unter Rückenschmerzen leiden heute schon viele Kinder. Die Ursachen dafür sind vielfältig. Beispielsweise verbringen die Kinder heute zu viel Zeit am Computer, vor dem Fernseher oder an den Spielkonsolen. Die daraus resultierende Bewegungsarmut begünstigt Rückenleiden. Hier liegt es in der Verantwortung der Eltern, dass diese darauf achten, dass das Kind sich viel bewegt. Dabei muss es nicht immer aktiv Sport treiben. Fahrradfahren, toben im Freien oder andere Aktivitäten in der Natur sind dabei als Ausgleich völlig ausreichend. Eine weitere Ursache sind die doch relativ schweren Schultaschen. Das Gewicht, das beim Tragen der Taschen auf die „junge“ Wirbelsäule wirkt, ist enorm. Um Haltungsschäden frühzeitig vorzubeugen, sollten die Eltern auf Schultaschen mit einem geringen Eigengewicht achten und den Inhalt kontrollieren. Es kommt doch vor, dass diese Dinge enthalten, die mit der Schule eigentlich gar nichts zu tun haben. Wichtig ist es ebenfalls, bei den Kindern, so zeitig wie möglich, auf eine gute Haltung mit geraden Schultern und aufgerichteter Halswirbelsäule zu achten. Das trägt dazu bei, Haltungsschäden vorzubeugen.

Schmerzen im Rücken betreffen aber nicht nur die Kinder. Auch bei den Erwachsenen ist die Zahl steigend. Die Ursachen sind ähnlich gelagert. In den meisten Fällen sind es ebenfalls Fehlhaltungen, einseitige Belastung und zu wenig Bewegung im Alltag. An vielen Arbeitsplätzen ist der Computer ein wichtiges Arbeitsmittel. Teilweise wird den ganzen Arbeitstag vor diesem gesessen. Verspannungen und Schmerzen im Nacken lassen da nicht lange auf sich warten. Diesen kann mit einfachen kleinen Übungen, die auch am Arbeitsplatz durchgeführt werden können, vorgebeugt werden. Zwischendurch einfach mal die Schultern kreisen. Das lockert und entspannt den oberen Rücken- und Schulterbereich. Oder einfach mal ein paar Schritte zur Lockerung gehen. Ein kleiner Spaziergang in aufrechter Haltung während der Mittagspause kann da schon hilfreich sein.

Die Rückenmuskulatur stärken und so den Schmerzen vorbeugen, kann man durch gezieltes Training. Spezielle Kurse der sogenannten Rückenschule sind dafür gut geeignet. Mit Übungen wird die Rückenmuskulatur aufgebaut, trainiert und gestärkt. Schwimmen, Jogging oder Walking sind beispielsweise Sportarten, die den Rücken ebenfalls stärken. Auch mit Yoga oder Pilates können Verspannungen gelöst werden. Während Yoga das Körperbewusstsein stärkt und für eine Entspannung sorgt, wird mit Pilates die Tiefenmuskulatur aufgebaut und trainiert.