Unter gutem Essen verstehen die meisten einfach, dass es schmecken muss. Aber was muss ein Essen haben, damit es ein gutes Essen wird?
Jeder hat eine andere Definition dafür, was gutes Essen ausmacht. Es kann der Wurzeleintopf der Mutter sein, der einfach nur nach "zuhause" schmeckt oder der Kaviar im noblen Restaurant. Bei den meisten Menschen steht der Geschmack im Vordergrund. Durch die Möglichkeit, im Feinkostgeschäft die Lebensmittel zu kaufen oder auch bei einem Anbieter indischer, chinesischer oder türkischer Spezialitäten, ist auch die regionale Grenze bereits seit vielen Jahren aufgebrochen.
Im Internet oder in Kochbücher zu nahezu jeder Geschmacksrichtung bzw. landesspezifischen Spezialitäten kann sich heutzutage jedermann Ideen und Rezepte einholen. So ist es heute kein Problem mehr, ein afrikanisches Nationalgericht auch hierzulande zuzubereiten, auch wenn die Zubereitung an sich vielleicht einiges an Geschick und Übung benötigt. Für andere wiederum ist nicht die Exklusivität, sondern vielmehr der optische Aspekt im Vordergrund. Das Auge isst bekanntlich mit, so ist es in den meisten Restaurants oder auch bei der Zubereitung in der heimischen Küche immer wichtiger geworden, dass für ein gutes Essen auch die Anrichtung auf dem Teller oder in der Schale ansprechend gestaltet und auch dekoriert wird.
Es gibt selbstverständlich auch erhebliche Unterschiede und Weiterentwicklungen zu den Essgewohnheiten unserer Vorfahren. So war es im Mittelalter abhängig von der Jahreszeit und auch der regionalen Begrenztheit, was auf den Tisch kam. Hierbei war gutes Essen meistens das, was satt gemacht hat. Heute steht jedoch die Individualität des einzelnen Geschmacks im Vordergrund.
Da es die Unterscheidung in Fleischesser, Vegetarier und Veganer gibt, spielt nicht nur die Ernährungsweise, sondern auch die Aufnahme aller notwendigen Nahrungsstoffe, die der Körper benötigt eine wichtige Rolle. So ist für die Definition, was nun unter gutem Essen zu verstehen ist, neben der Aufnahme aller für den Körper wichtigen Nährstoffe und dem Zweck der Nahrungsaufnahme - ob nun zum Sättigen oder für den Muskelaufbau, aber auch unter medizinischen Aspekten - der Geschmack an erster Stelle zu nennen.