Die Aufgabe der Feuerwehr Bekleidung ist nicht in erster Linie Kennzeichnung der Position wie bei der Polizei und Militär, sie ist generelle Schutzbekleidung für den Einsatz.
Bereits bei den alten Ägyptern wurde die Notwendigkeit zur Feuerlöschung mittels organisierter Gruppen erkannt. Die erste Feuerspritze, eine Kolbenpumpe, soll der Mechaniker Ktesibios von Alexandria bereit 250 v. Chr. erfunden haben. Je größer und dichter bebaut die Städte wurden, desto stärker stieg die Gefahr, dass im Falle eines Brandes nicht nur ein einzelnes Gebäude oder zumindest nur kleiner Teil des Ortes dem Feuer zum Opfer fallen könnte, sondern dass der gesamte Bezirk, schlimmsten Falls die ganze Stadt, vernichtet wird. Großstädte wie Rom standen häufig in Flammen, einer der bekanntesten Großbrände dürft der, der fälschlichen Sage nach Nero zugeschriebene Brand vom Juli 64 n. Chr. sein. Bereits 21 v. Chr. hatte die Stadt Rom mit 600 Sklaven eine Feuerwehr gegründet, später entstand ein sogenanntes Feuerlösch-Corps, bestehend aus sieben Kohorten für jeweils zwei Stadtteile, jede Einheit mit einer Größe von bis zu 600 Mann. Im Mittelalter verpflichten die Herrscher ihre Gemeinden zum Brandschutz, eine Aufgabe, die die Handwerker wahrnahmen. Am 16. Januar 1851 kam es in Berlin zur Ernennung von Ludwig Carl Scabell zum königlichen Branddirektor, der erste urkundlich bekannten Leiter einer Berufsfeuerwehr.
Lange gab es keine spezielle Feuerwehr Bekleidung, beim Einsatz wurde getragen, was derjenige gerade in diesem Moment auf dem Leib hatte. Die in einer Geräteliste von 1544 vier erwähnten Pickelhauben dienten zur Kenntlichmachung der Einsatzleitung, auch die 1860 mit den Turnerfeuerwehren erste eigene Feuerwehruniform hatte noch nichts mit Schutzbekleidung zu tun, der Schwerpunkt war auf Kleidsamkeit ausgelegt. Mit Anfang des 20. Jahrhunderts wurde zumindest der Feuerwehrhelm zum Kopfschutz, wenn auch die Feuerwehr Bekleidung selbst noch immer nicht keine Sicherheitsbekleidung war. Erst Anfang der 50er-Jahre bekamen zumindest die freiwilligen Feuerwehren in Bayern einen Schutzanzug, Anfang der 90er-Jahre wurde dann endlich ein Bekleidungskonzept für die Feuerwehr entwickelt, in dem auch eine spezielle Einsatzschutzbekleidung für die Berufsfeuerwehr enthalten ist.