Ohrringe müssen nicht immer aus einem Geschäft kommen. Mit ein paar Handgriffen kann jeder Interessierte sich seinen eigenen Ohrschmuck herstellen. Dies klingt erstmal kompliziert. In Wahrheit ist es aber leicht.
Wer sich individuelle Ohrringe wünscht, muss oft selbst zum Schmuckdesigner werden. Dies klingt kompliziert, ist jedoch für kreative und geschickte Menschen nicht schwer. Im Handel sind viele Zubehörteile zu erhalten, die einem die Schmuckgestaltung erleichtern. Das fängt bei Ohrhängern an und endet bei den Perlen. Für die Herstellung von individuellen Ohrringen benötigt man eine Rundzange, eine gebogene Spitzzange und einen Seitenschneider oder eine Kneifzange. Um es sich etwas einfacher zu machen, sollte man auf vorgefertigte Ohrhänger, Ohrstecker, so genannte Brisuren, Ohrclips und Schrauben zurückgreifen. Diese bekommt man in jedem Bastel- oder Kurzwarenladen. Für die Dekoration eignen sich Perlen jeglicher Art, Miniskulpturen, Amulette und andere Schmuckelemente. Unerlässlich sind auch Kett- und Nietstifte, Draht (vornehmlich Juwelierdraht) und ein Kleber für diese Materialien. Etwas Zeit und Geschick sollte derjenige mitbringen, der gern Ohrringe selber herstellen möchte.
Nachdem alle Materialien bereit gelegt worden sind, kann man mit der Arbeit beginnen. Zuerst fädelt man eines der zuvor zurecht gelegten Schmuckelemente auf einen Stift oder ein Stück Draht. Es können einzelne oder mehrere Elemente zusammengestellt werden. Der überstehende Draht kann nun mit der Rundzange im Winkel von 90° zur Perle gebogen werden. Aus ihm soll die Öse entstehen. Der Draht sollte bei einer Länge von etwa einem Zentimeter abgeschnitten werden. Mit der Rundzange kann nun die Öse gedreht werden. Dazu fasst man das Ende des Drahtes und dreht ihn langsam zu einer Seite. Diese Drehbewegung sollte harmonisch und ohne Unterbrechung stattfinden. Das Drahtende wird solange um die Zange gedreht, bis es im Innern der Rundung anliegt. Die Öse ist fertig. Um sicher zu gehen, dass sich das Ende nicht verhaken kann, sollte es abgefeilt oder mit einer Zange flach gedrückt werden. Den gesamten Vorgang kann man beliebig oft wiederholen und so einzelne Schmuckelemente mit Ösen versehen oder, wie oben bereits erwähnt, mehrere Elemente mit einem Mal. Dabei sollte man aber beachten, dass nur die abschließende Perle über eine Öse verfügt, alle anderen sollten zwei aufweisen, um eine Verbindung herstellen zu können. Außerdem kann man jeweils eine Öse geöffnet lassen. So besteht die Möglichkeit, die Ösen in einander zu verhaken. Wenn man Kreolen verwendet, dann werden die Perlen oder ähnliches auf diese aufgefädelt und zum Schluß braucht nur noch die Verschlussöffnung mit der Zange geschlossen werden. Um einen vollwertigen Ohrschmuck zu erhalten, muss man den neu gestalteten Ohrring nur noch am Hänger befestigen und schon ist das erste Stück der eigenen Kollektion fertig.
Zu Beginn klingt es etwas kompliziert, aber mit ein wenig Übung kann man so schnell und einfach Schmuck gravieren, der immer genau zum Outfit passt. Das leidige Herumsuchen nach geeignetem Ohrschmuck gehört so der Vergangenheit an. Als Zubehör erhält man im Handel auch bereits vorgefertigte Anhänger aus verschiedenen Materialien und in den unterschiedlichsten Formen. Diese lassen sich gut als Wechselelemente einsetzen, die dann nur noch an den jeweiligen Ohrhängern und Steckern angebracht werden müssen. Auch Chandelier-Elemente und diverse Haken, Hänger und Ohrclips sind in jedem Bastelladen oder Onlineshop zu erwerben. Informationen hierzu findet man auf speziellen Internetseiten.