Wenn man durch ein arabisches Land wie Jordanien reist, muss man sich an einige Regeln halten. Doch dann kann man eine aufregende Entdeckungsreise erleben. Jordanien verspricht viel Abwechslung.
Jordanien ist ein Staat in Vorderasien und zählt zu den sogenannten Maschrek-Staaten. Dies sind Länder aus dem Gebiet des Nahen Ostens, die über eine Mehrheit von arabischsprachigen Bewohnern verfügen. Jordanien ist ein Haschemitisches Königreich. Die Haschemiten sind ein arabischer Stamm, der nach dem Urgroßvater des bekannten Propheten benannt wurde. Ein Großteil des Gebietes ist Wüstenland, in dem heißes, kontinentales Wüstenklima herrscht. Im Norden des Landes findet man aber auch typisches Mittelmeerklima mit heißen, trocknen Sommern und kalten, feuchten Wintern. Diesem unterschiedlichen Klima hat sich die Flora und Fauna des Landes bestens angepasst. Die Vegetation ist in den Trockengebieten sehr spärlich. Je mehr man sich dem Norden nähert, desto abwechslungsreicher wird auch die Landschaft, bis man auf Wälder aus Zypressen, Kiefern und Akazien trifft. Die Tierwelt ist verglichen mit der Vegetation vielfältiger. Der Besucher kann hier Hyänen, Wildkatzen und Gazellen in freier Wildbahn bewundern. Jordanien hat 24 Fledermaus-Arten.
Eine Jordanien Rundreise bedeutet eine Reise durch zwei Klima- und drei Vegetationszonen. Eine Fülle von beeindruckenden Landschaften warten auf den Reisenden. Nach Jordanien gelangt man sowohl auf dem Land- und Luftweg als auch auf dem Seeweg über das Rote Meer. Das Land lässt sich am besten mit dem Mietwagen erkunden und ist im Besonderen für Individualreisende geeignet. Viele Reisebüros bieten aber auch zusammengestellte Rundreisen durch das Land an. Wer Jordanien auf eigene Faust erkunden möchte, der sollte einige Tipps beherzigen. Wichtig ist, dass sich der Reisende mit der arabischen Kultur auskennt, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Für die Einreise benötigt man als Europäer einen noch sechs Monate gültigen Reisepass und ein Visum, das man bei der jordanischen Botschaft oder direkt bei der Ankunft am Flughafen beantragen kann. Das Visum gilt für vier Wochen und kann bei jeder Polizeistation verlängert werden. Bei der Ausreise muss man eine Ausreisesteuer von wenigen jordanischen Dinaren bezahlen, die bereits in den Flugtickets der landeseigenen Fluggesellschaft enthalten sind.
Die jordanische Küche ist eine typisch arabische, das heißt, unter anderem sind die Fleischgerichte überwiegend aus Lamm und Hühnchen. Schweinefleisch ist unter Strafe strengstens verboten. Außerdem ist Alkohol nur in internationalen Restaurants erlaubt. Jordanien verfügt über eine gut ausgebaute Touristikstruktur mit guten Straßenverhältnissen und eine Menge Hotels und Restaurants aller Kategorien. Im Hinblick auf die Traditionen des Landes sollte man sich an den bestehenden Sitten orientieren. Das heißt, sowohl Männer als auch Frauen sollten immer knie-, rücken- und schulterbedeckt gekleidet sein. In den Großstädten ist man zwar mit den westlichen Kulturen vertraut, das gilt aber nicht für den Großteil des Landes. Auch ist das Sonnenbaden oben ohne strengstens verboten. Des Weiteren gilt der Freitag in den meisten Bereichen als Ruhetag, also sind an dem Tag die Läden in der Regel geschlossen sowie alle Ämter. Im Bezug auf die Zollbestimmungen gelten internationale Regelungen. Also ist die Ausfuhr von Korallen und Antiquitäten verboten und die Einfuhr von Rauschgift, Waffen und pornografischem Material auch.